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Das sagte:
David Abbott, Texter

«Die heutigen Kinder lassen sich nicht mehr so schnell über den Tisch ziehen, sie sind extrem argwöhnisch und verhöhnen Zahlentrottel, die sie gewissenhaft in irgendwelche Zielgruppen-Statistiken einreihen.»

«Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler. Ich denke, jeder Kreative muss stets mit offenem Empfänger durch die Welt gehen und gewisse Dinge, die er gehört oder gesehen hat, speichern.»

«Wir haben in England ja unsere eigene Art von Humor entwickelt, aber das war auch vonnöten, denn es ging um unsere Selbstachtung, die kurz vor dem Kollaps stand. Die Geschichtsbücher behaupten ja, dass Grossbritannien einmal eine Weltmacht gewesen sei, doch heute sind wir nur noch ein unbedeutender Fleck auf der Weltkarte. Einem solchen Niedergang ist nur durch Zynismus zu begegnen, sonst kann man sich gleich zu den britischen Fregatten auf den Meeresböden legen.»

«Wenn ich mir ein Manuskript besehe, denke ich darüber nach, ob die Aussage das Produkt richtig positioniert, ob das Argument stichhaltig ist und der Text fliesst. Die Sätze müssen fliessend ineinander übergehen. Man darf keine Wörter-Show inszenieren, sondern man muss die Idee auf ungezwungene Weise durchsetzen.»

«Ich habe immer versucht, eine scharfe Kante in das kreative Produkt der Agentur zu bringen. Wenn man so gross wird wie BMP DDB, dann läuft man automatisch Gefahr, zu einer ‚middle-of-the-road‘-Agentur zu werden, deren kreativer Anspruch hinter die geschäftlichen Interessen zurückfällt. Wir versuchen unser kreatives Produkt stets weiterzuentwickeln, indem wir intern eine enorme Konkurrenzsituation schaffen. Jeder Account wird von zwei bis drei verschiedenen Teams betreut, die gegeneinander antreten. Nur die beste Arbeit wird dem Kunden präsentiert, der Rest wird fortgeschmissen. Es kann sich niemand erlauben, intern immer wieder durchzufallen. Von jedem Mitarbeiter wird erwartet, dass er Preise gewinnt.»

«Es gibt ja heutzutage eine ganze Reihe von Werbeleuten, die behaupten, dass wir uns in einem Zeitalter nonverbaler Kommunikation befänden und dass ausgeklügelte, intelligent formulierte Anzeigen überholt wären.»

«There are two more reasons for filling my eight pages with words. I suspect no-one else has done it and I still believe in them.»

«Der Text soll die Intelligenz des Lesers respektieren. Wenn man den Leser zum Schmunzeln bringt, umso besser. Er darf ruhig auch Cleverness ausdrücken, aber keine Arroganz.»

«Ich miete, wenn eine wichtige Konkurrenzpräsentation ansteht, für eine Woche ein Zimmer in einem Hotel, das ich mag. Dort kann ich in Ruhe nachdenken. Ich kann nämlich die Hetze, die oft um mein Büro herum veranstaltet wird, nicht ausstehen. Ewig läutet das Telefon oder die Leute verlangen überfallartig nach Entscheidungen.»

«Wie im Journalismus beginnt man einen Satz und weiss nicht, wie er enden wird. Ist er dann zufriedenstellend, überkommt einen ein zufriedenes Gefühl. Ich will beim Schreiben immer möglichst alle Fakten im Kopf haben, weil ich es hasse, unterbrechen zu müssen, um Zahlen oder Namen nachzuschlagen. Ich schreibe sehr schnell, aber ich darf nie den Schreibfluss unterbrechen. Erst nachdem er dasteht, mache ich mich daran, ihn auf die Grammatik, unschöne Wortwiederholungen und solche Dinge zu überprüfen. Texter können viel von guten Journalisten lernen, wie man im ersten Abschnitt eine Behauptung aufstellt und diese dann argumentiert.»