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Das sagte:
Michael Conrad, Texter

«Das Erstaunliche ist, dass in der westlichen Welt der Firmen sehr viel Planwirtschaft betrieben wird à la Kommunismus. Deshalb denke ich, dass es auch im wesentlichen meine Aufgabe ist, die Leute zu pushen und zu motivieren, damit sie dieses Excitement empfinden, und auch eine gewisse Risikobereitschaft zu promoten. Ohne Risiko geht es nicht. Da verwaltet man nur. Wir müssen fragen „What’s in it for the product?“ Unsere Aufgabe muss ja sein „Product first“. Ist es gut für die Zukunft des Produktes oder nicht?»
«Wenn Sie’s mit diesem Gewerbe zu tun haben, müssen Sie ja durchbrechen, in verschiedene Richtungen durchbrechen. Einmal im ganzen Marketing-Szenario und dann eben auch im Exekutionellen. Und das geht eben nur mit gewissen Risiken. Und da haben Sie unterschiedliches Environment. Einerseits arbeiten Sie für Kunden, die das Risiko recht klein halten und kontrollieren wollen. Und dann haben Sie vielleicht Kunden, die gehen ein grösseres Risiko ein, wobei das Risiko auch wieder klein ist, weil einfach diese Kunden eine gewisse Vision haben. Da passt das hinein. Risiko, das Leben mit Überraschungen, das ist einfach das Wesen der freien Marktwirtschaft. Wenn Sie alles planen wollen bis ins letzte I-Tüpfelchen, dann hätten wir ein Planwirtschaft.»
«When you‘re in Rome, be like the Romans. Denn eine Marke wie Marlboro z.B. hat in jedem Land ein anderes kompetitives Set, und das ist sehr feinfühlig, und es ist sehr, sehr wichtig, den lokalen Markt zu verstehen. Okay, hier ist eine Marke, die ist männlich positioniert und die hat eine Welt usw. Aber die Welt und diese Positionierung, die müssen relevant gemacht werden.»
«Ich glaube generell, ich finde, die meiste Werbung ist überladen mit Wörtern. Wahrscheinlich wird dann globale Werbung, wenn sie eine gute Idee, eine starke Idee hat, generell zu besserer Werbung führen. Ich finde 90% der Sachen sind überladen, auch im visuellen Bereich. Und der Trick besteht eben darin, dass man so lange wegräumt, bis man eben eine Einfachheit erzielt hat.»
«Wir haben herausgefunden, dass es einfacher ist, sich die Spezialisten ranzuholen als Spezialisten das Generalistendenken anzueignen.»
«Es wird immer schwierigen, den Konsumenten mit der klassischen Werbung zu erreichen.»
«Das Core-Team soll die Vision entwickeln, dann können wir Spezialisten heranziehen, entweder als Team-Member oder von Fall zu Fall. Wir wollen keine geschlossenen Einheiten, keine Direktmarketing-Einheiten oder Event-Marketing-Einheiten, weil sich diese sonst verselbständigen. Wir wollen keine silos, sonst wird sich jeder sagen, ich bin der Wichtigste. Wir wollen diese Mauern einreissen und uns auf unsere wichtigste Aufgabe besinnen und den grossen Wurf kreieren.» |
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