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Das sagte:
John Hegarty, Texter

«Der durchschnittliche Engländer wird zwischen dem Aufstehen und dem Eintreffen an seinem Arbeitsplatz mit 80 bis 100 Werbebotschaften konfrontiert. Im Laufe des Tages sind es 1300.» «Werbung ist die Kunst des 20. Jahrhunderts.»
«Die Intelligenzija reagiert auf Werbung reflexartig mit dem Verdacht, dass sie Wahrheit verbiegt. Dabei ist Werbung dann am besten, wenn sie die Wahrheit auf eine einzige dramatische Botschaft reduziert denn letzten Endes wird der Konsument jede Unwahrheit bemerken. Ich habe immer gesagt, die beste Strategie sei es, die Wahrheit zu sagen. Das muss man allerdings auf eine entwaffnende Art tun.»
«Der grösste Unterschied ist wohl, dass in Grossbritannien die grossen Kunden eher kleine Agenturen berücksichtigen als in den USA. Die neue, heisse Agentur in London, Mother, hat einen grossen Anteil des Unilever-Budgets erhalten. Das würde hier in den USA nicht geschehen. Procter & Gamble zum Beispiel würde nicht zu einer jungen, heissen Agentur gehen. In Amerika ist gross eben gleich gut. Die Idee dahinter: Wenn man gross ist, muss man irgendetwas richtig gemacht haben. Das ist eine kulturelle Frage.»
«Wir waren keine zornigen jungen Kreativen, die das System bekämpfen wollten, um es später doch wieder zu verlassen. Wir wollten es wirklich umkrempeln. Und deshalb haben wir auch letzten Endes, so glaube ich, unsere eigenen Agenturen aufgemacht. Wir hatten eingesehen, dass Sie die hierarchischen Leiter nur bis zu einer ganz bestimmten Stufe hinaufklettern können. Nun gut, Sie können Creative Director werden. Aber das hilft Ihnen ja auch nicht weiter. Sie kontrollieren zwar das Creative Derpartment, aber Sie kontrollieren es innerhalb eines Systems, das im Grunde genommen falsch ist und Sie kontrolliert. Die einzige konsequente Lösung ist also, sich selbstständig zu machen.»
«Das grosse Problem heutzutage ist, dass bereits alles schon einmal da war. Heutzutage machen wir nichts anderes, als mit der Formel zu spielen. Das heisst natürlich nicht, dass das nicht auch aufregend sein kann. Kann es. Aber da heute alles viel professioneller ist, sind die Erwartungen, die man an Sie stellt, auch viel höher. Heutzutage wird gute Werbung eher erwartet denn als echte Überraschung gesehen. Deshalb muss man wesentlich mehr Blut, Schweiss und Tränen injizieren.»
«Bei meiner Arbeit bin ich leidenschaftlich bis zur Verzweiflung. Ich liebe meine Arbeit von ganzem Herzen. Und ich bin schrecklich enttäuscht, wenn irgendetwas nicht so gut wird, wie ich es mir vorgestellt haben. Das macht mich ganz krank und schrecklich depressiv.»
«Es gibt nicht so viele Neuigkeiten zu erzählen. Aber es gibt neue Wege des Sagens. Neue Wege, etwas mitzuteilen. Wir beschäftigen uns damit, diese neuen Wege auszukundschaften und auszuprobieren.»
«Commercial ist wie ein Musikstück. Den spielt man wieder und wieder und wieder. Er verlangt eine ganz bestimmte Art von Inhalt, damit er frisch bleibt. Jedes Mal, wenn der Zuschauer ihn sieht, muss er etwas darin entdecken, das in ihm den Wunsch erweckt, ihn noch mal sehen zu wollen. Bei einem guten Song ist es genauso. Da gibt es etwas, das in Ihnen den Wunsch erweckt, ihn noch mal zu hören.»
«Es ist völliger Unsinn, Inserate zu präsentieren, wenn die Strategie nicht steht. Man kann ein Gebäude nicht auf schlechtem Grund bauen. Wir erklären den Unternehmen, dass man erst seriös eine Strategie erarbeiten muss. Wird das nicht akzeptiert, dann sagt uns das viel über die Einstellung und Denkweise der Firma. Sie passt dann eh‘ nicht zu uns. Und wir nehmen in Kauf, den Job nicht zu bekommen. Ein Prinzip wird erst zum Prinzip, wenn es Geld kostet.»
«Langzeitpläne haben wohl ihr Gutes, doch man kann sich nicht darauf verlassen, also, was soll’s? Ich kann nicht kontrollieren, was morgen ist, ich kann aber kontrollieren, was jetzt ist.» |
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