Harte Fakten über die weichen Faktoren


 In Marketing und Kommunikation ist viel von weichen Faktoren die Rede. Hier kommt einer zur Sprache, der sich damit auskennt, und wie.
Meine Lieblingsstelle:
«Zunächst einmal ist es wichtig, zwischen Image und Identität zu unterscheiden, da diese Begriffe oft durcheinandergebracht oder miteinander verwechselt werden. Unter dem Image eines Unternehmens versteht man die Art und Weise, in der es von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, sein Erscheinungsbild beispielsweise in den Augen der Finanzwelt oder potentieller Kunden. Die Identität drückt sich in der vom Unternehmen gewählten Art und Weise aus, diese Wahrnehmung zu formen und zu beeinflussen.
Obwohl wir in einer von Images geprägten Welt leben, gibt es noch immer einige Menschen - speziell Geschäftsleute-, die felsenfest behaupten,d ass sie davon nicht beeinflusst werden. Das ist einfach nicht wahr. Image beeinflusst uns, ob wir es wollen oder nicht....
...doch gerade die wesentlichen Differenzierungsmerkmale, CI und Imagegestaltung, sind weitgehend missverstanden worden. Imagepflege, so glaubt man, ist nur Schein, liefert Tricks für für ein leichtgläubiges Publikum. Aber dem ist nicht so. Eines unserer Axiome - und ich kann es gar nicht oft genug in Gegenwart von Vorstandsvorsitzenden wiederholen - lautet: Ein Firmenimage muss die Wirklichkeit widerspiegeln anstatt sie zu verzerren, wenn es die grösstmögliche positive Wirkung auf das gesellschaftliche Umfeld eines Unternehmens haben soll. Schoweffekte reichen nicht aus. Mögen sie auch für kurze Dauer erfolgreich sein, irgendwann werden sie doch durchschaut und erweisen sich dann für das Unternehmen als Bumerang.
Ein Image ist die Vorstellung von der Wirklichkeit des ihr zugrundeliegenden Gegenstands, also dessen, was vom Betrachter als Wirklichkeit angenommen wird. Bei guter Imagepflege sind Wirklichkeit und Image deckungsgleich, bei schlechter wird das Image bewusst verzerrt, um die zugrundeliegende Wirklichkeit zu verschleiern oder vor dem Erkanntwerden zu schützen.
Ein Image kann positiv, negativ, falsch zutreffend, aufgeblasen, zu unscharf oder zu eingeschränkt sein - es gibt viele Möglichkeiten zur Charakterisierung. Tatsache ist, dass in den Köpfen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ein Image von Unternehmen und deren Produkten existiert, ob es den Firmen nun passt oder nicht. Es ist daher Aufgabe des Managements, das Image selbst zu prägen, will es nicht Gefahr laufen, dass Aussenstehende oder gar die Konkurrenz dies tun.
Die Arbeit eines Image-Beraters kann so definiert werden: Sie unterstützt das Unternehmen dabei, sicherzustellen, dass Fremd- und Selbstbild übereinstimmen.» |