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Vom Geniessen und Schweigen

simon

Hermann Simon hat die Erfolgsursachen führender, aber weitgehend unbekannter mittelständischer Unternehmen untersucht.

Seine Quintessenz: «Ich stellte fest, dass sie über die Ländergrenzen hinweg verblüffend ähnlich sind. Die gleichen Prinzipien scheinen überall zum Erfolg und zur Marktführerschaft zu führen».

Meine Lieblingsstellen:

«Zum Überleben benötigt ein Unternehmen zumindest einen Wettbewerbsvorteil. Ein Prinzip der Evolutionstheorie, Gauses Gesetz des gegenseitigen Ausschlusses, drückt einen ähnlichen Zusammenhang aus:

Eine Spezies wird nur überleben, wenn sie wenigstens eine Aktivität besser beherrscht als ihre Feinde. Sie muss fähig sein, schneller zu laufen, tiefer zu graben oder höher zu klettern.

Das gleiche trifft auf den Wettbewerb zu, weil Wettbewerb - wie Evolution - nichts anderes ist als ein fortwährender Kampf um das Überleben.»

«Ein Geschäftsführer eines Hidden Champion trifft den Nagel auf den Kopf: „Wir haben immer mehr Arbeit als Köpfe. Und so sollte es sein. Dies ist nicht nur gut für die Produktivität, sondern es macht die Mitarbeiter tatsächlich zufriedener.

Wenn die Mitarbeiter nicht herausgefordert sind, hart zu arbeiten, verfallen sie auf unproduktive Tätigkeiten, wie das Schreiben von Aktennotizen, das Abhalten unnötiger Besprechungen, entwerfen überflüssige Vorschriften usw.

Die meisten Intrigen und der bürokratische Zirkus, die Grossunternehmen plagen, können vermieden werden, wenn es mehr Arbeit als Köpfe gibt.“

Eine relativ hohe Arbeitslast ist ein hervorragendes Mittel, interne Reibungsverluste auf einem Minimum zu halten. Das Parkinsonsche Gesetz trifft nur zu, wenn es mehr Köpfe als Arbeit gibt. Dann müssen die Mitarbeiter neue Arbeit erfinden, um beschäftigt zu sein. Diese neue Arbeit bezieht sich gewöhnlich auf interne Aktivitäten, die nur geringe Wertschöpfung bringen.

In einer Wachstumssituation entwickelt sich die Bedingung „mehr Arbeit als Köpfe“ fast automatisch, weil die Nachfrage den internen Ressourcen immer vorauseilt.»

«Im Zusammenhang mit der Spezialisierung und Schwerpunktbildung konnten wir feststellen, dass die EKS-Methode erstaunlich oft eingesetzt wurde. Das ist eines der wenigen Geheimnisse, die wir bei den Hidden Champions aufdecken konnten.»

Näheres zur «EKS-Methode»
hier.