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Die EKS-Strategie
(Engpasskonzentrierte Strategie):
Bemerkungen zum Thema

«Eigentlich hat alles ganz harmlos begonnen:
In den 50er Jahren entdeckten wir an den
Absolventen meines damaligen Bilanzbuchhalter-
Lehrganges, dass einzelne ganz außerordentlich
erfolgreicher wurden. Nicht nur zwei- oder
dreimal erfolgreicher als der Durchschnitt,
sondern zehn- und auch hundertmal erfolgreicher.
Eine Untersuchung ergab, dass sie keine
erkennbar besseren Startvoraussetzungen gehabt
hatten.
Sie waren nicht erkennbar intelligenter gewesen,
hatten oft sogar schlechte Schul- und Lehrgangs-
zeugnisse gehabt, hatten nicht intensiver
gelernt, waren auch nicht erkennbar fleißiger
gewesen und hatten auch keine nennenswert
besseren Beziehungen oder mehr Kapital gehabt.
Aber, woran lag es dann? War es einfach nur
Glück? Aus dieser Fragestellung heraus ist in
fast 50 Jahren aus der Erfahrung mit insgesamt über 150 000 Lehrgangsabsolventen die EKS, die
engpasskonzentrierte Strategie entstanden und
fortlaufend verbessert worden.»
Wolfgang Mewes
* * *
«Ich hatte Werke des Philosophen Karl Jaspers
gelesen, der forderte, dass man von einer
egozentrischen zu einer soziozentrischen
Verhaltensweise kommen müsse und ertappte mich
beim Gedanken, dass es im Managementbereich
die beste Lösung wäre beides zu vereinigen -
sowohl das Ego als auch das Soziale. Ich stand
damals gerade am Schwimmbad und rief aus: Das
ist die EKS.»
Wolfgang Mewes
* * *
«Am besten gehen Sie mit der EKS-Strategie stets
im Trial- and Error-Verfahren vor: Sie machen
einen kleinen Schritt in die grundsätzlich
richtige Richtung und setzen dort gewonnene
Erfahrungen um. D.h., Sie lassen sich – wenn
nötig – von aussen korrigieren und erproben
dann auf dieselbe Weise den nächsten Schritt.
Damit begrenzen Sie Ihre Risiken auf ein Minimum.»
«Definieren Sie das konstante Grundbedürfnis, da
hinter dem aktuell brennendsten Problem Ihrer
Zielgruppe steht. Die EKS-Strategie ist ein
lebenslanger Lernprozess. Gerade weil sich die
Variablen ständig ändern, müssen die Leistungen
permanent über einen kybernetischen Lernprozess
verbessert werden: Sie machen Ihrer Zielgruppe
einen Verbesserungsvorschlag (Feed-Forward) und
lernen an deren Echo (Feed-Back).»
«Der qualitative Quantensprung im Denken von
Wolfgang Mewes stand unter dem Zeichen einer
für ihn persönlich relevanten "Entdeckung" -
das Thema der Macht. "Zu Beginn der 60-er Jahre
las ich ein Buch über Militärstrategie und mir
wurde bewusst wie beim Militär die Frage der
Macht und der Strategie in den Mittelpunkt
aller Überlegungen gestellt wurde", so Mewes.
"Ich begann die Frage mit meinen Freunden zu
diskutieren und anfangs meinten alle, über die
Macht zu reden sei schädlich, dies passe zu
Maquiavel nicht aber zum Management. Aber ich
habe mich nicht von der Idee abbringen lassen
und verfasste einen am Prinzip der Macht
orientierten Fernlehrgang für Betriebswirte.
Max Weber hatte berichtet, dass es zwei Arten
gebe um Macht zu gewinnen und auszuüben, eine über die Kontrolle und die Befehlsgewalt und
die andere auf dem Wege der Beeinflussung und
der Orientierung an der Gesellschaft, und ich
bin diesen zweiten Weg gegangen", meint Mewes
um dann hervorzuheben, dass damals, 1964, als
er den Lehrgang herausgab, die Frage der Macht
und der Strategie im Managementbereich "praktisch
jungfräuliches Terrain war".»
Kerstin Friedrich und Lothar Seiwert
* * *
«Die Kybernetische Managementlehre wurde von
Wolfgang Mewes in den 50-er und 60-er Jahren
zur Reife gebracht und kam in den 70-er Jahren
in Form von Fernlehrgängen heraus. Seine beiden
wichtigsten Grundpfeiler sind die historische
Rolle der Macht bei allem menschlichen Handeln
und das Primat der Strategie vor allen anderen
Dingen.»
«Das Ettikett "kybernetisch" kommt daher, dass
es seine Grundphilosophie ist, das menschliche
Handeln als offenes System zu sehen, in dem
alles miteinander vernetzt ist, in dem nichts
losgelöst von anderen Dingen gesehen werden kann,
in dem der "Erfolgstrick" darin besteht im System
den "Fehler" zu finden, der korrigiert werden
muss um es mit dem kleinstmöglichen Energie-
aufwand wieder ins Gleichgewicht zu bringen.»
Rudolf Dahmer
* * *
«Der Marktführer geniesst nicht nur finanzielle,
sondern auch psychische und emotionale Vorteile:
Die Ausstrahlung des Ersten ist aus mentalen und
soziologischen Gründen wesentlich grösser als
des Mittelmässigen - ein Phänomen, das gleichsam
naturgesetzlichen Rang hat. Die enormen Vorteile
des Spezialisten, dem es gelungen ist, die Nr. 1
auf seinem Markt zu werden, sind relativ leicht
zu erklären: Je unübersichtlicher die Märkte und
das Angebot werden, desto mehr suchen Kunden,
Geschäftspartner, Mitarbeiter und Kapitalanleger
nach einem dominierenden Orientierungspunkt, und
das ist der Marktführer. Der Anbieter eines
zwingenden Nutzens gewinnt zudem Solidaritäts-
macht, die Zielgruppe konkurriert um seine Gunst.»
«Es gibt keine wirkungsvollere Machtposition als
die, für seine Umwelt der Nützlichste, Förder-
lichste und Notwendigste zu sein. Die EKS -
Strategie ist somit eine realistische Ethiklehre.
Denn es gibt nichts ethischeres, als seiner
Umwelt in ihrem am stärkstem empfundenen Mangel
zu helfen. Manche Manager meinen, solche Ausflüge
ins Philosophische lenken von ihrer eigentlichen
Aufgabe, Gewinne zu erzielen, nur ab. Das ist
falsch: Wer Gewinne ohne Rücksicht auf Ethik,
Moral und Ökologie zu erzielen versucht, wird
bald keine mehr erzielen.»
«Strategisches Denken bedeutet, den Markt als
Kräftefeld zu sehen und nach den Gesetzmässigkeiten
von Kräftefeldern, genauer: dynamischen Fliess-
gleichgewichtsfeldern, zu denken und zu handeln.
Die EKS-Strategie ist die allgemeinverständliche Übersetzung dieses Denkens.»
«Zeit ist der wichtigste Rohstoff: Mit Gewinn
oder beruflichem Erfolg wächst die Möglichkeit,
bisher selbst ausgeführte Arbeiten zu delegieren
und sich selbst auf die wesentlichsten zu
konzentrieren. Ueber diese Delegierung ist das
Zeitproblem sehr viel besser und nachhaltiger zu
lösen als durch strenge Zeitplanung, die ja
zunächst zusätzlichen Zeitaufwand erfordert.
Mit der EKS spart man automatisch mehr Zeit, als
man durch die beste Zeitplanung sparen kann.»
«Je überzeugender mein Nutzen ist, desto mehr
passen sich die anderen zeitlich an mich an und
desto weniger brauche ich mich ihnen zeitlich
anzupassen. Sie nehmen beispielsweise Lieferzeiten
oder Verspätungen nicht übel. Es ist also wichtiger,
den Nutzen zu steigern, ALS seine Zeitplanung
zu verbessern.»
«Die Stärke der Bedürfnisse entscheidet über den
Erfolg: Je stärker der Bedarf, desto grösser das
Interesse, die Akzeptanz und die Honorierung.
Innerhalb einer interagierenden ZG bildet das
als brennendst empfundene Problem die Schlüsselstellung
- die beherrschende Höhe auf dem Schlachtfeld.
Die Zielgruppe reagiert auf das von ihr als brennend
empfundenen Problem (Mangelfaktor) 100 mal stärker.»
«Wir leben in einer Informationsgesellschaft:
Entscheidend ist, was scheinbar wahr ist. Die
Gunst der Medien ist wetterwendisch. Anderseits:
Eine objektiv bessere Leistung setzt sich von
allein nur selten und nur dann meist erst spät
durch. Sie nutzt nichts, solange sie nicht in den
Medien präsent ist.
Nicht die tatsächliche Leistung, sondern ihre
Präsenz in der Öffentlichkeit bestimmt den Erfolg.
Wer auf Öffentlichkeitsarbeit verzichtet, wird
von den anderen verdeckt.
Ziel der EKS-Strategie ist, beides gleichzeitig
anzustreben, nämlich nach dem Motto "Tue Gutes
und rede darüber" durch den wachsenden Leistungs-
vorsprung eine bessere Präsenz in der Öffent-
lichkeit und über die bessere Präsenz wieder ein
Wachsen des Leistungvorsprunges zu erreichen.»
«Die zunehmende Desorientierung und Verwirung
lässt sich zum eigen Vorteil werden. Denn sie
macht es um so leichter, in kurzer Zeit einen überzeugenden und schlieslich einzigartigen
Vorsprung, zu gewinnen. Informationsvorsprung
ausbauen.
Lernen ist eine zentrale Funktion jedes lebenden
Systems; es ist Ursache und Voraussetzung von
Erfolg, Entwicklung und Ueberleben. Wer am
effektivsten lernt, entwickelt sich am besten.
Zum optimalen Lernen gehören zwei: einer, der
seine Leistung verbessert, und ein anderer, der
sie dringend braucht und deshalb aus eigenem
Interesse beobachtet, diskutiert, motiviert und
korrigiert. Sonst sind Lernprozesse tot,
einseitig und frustrierend. Durch die EKS wird
aus dem einseitigen, isolierten Lernprozess
ein mehrseitiger, motivierender, steigernder
und bündelnder Prozess. Das Schwierigste ist
das Ingangsetzen des Prozesses; läuft er jedoch
einmal, läuft er immer leichter und schneller.»
Aus dem EKS-Lehrgang
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