AdWords-Betreuung

Die Betreuung von Google AdWords-Konten spielt sich in zwei Phasen ab: Zuerst wird experimentiert, danach skaliert – und dann wieder von vorne. So nähere ich mich schrittweise dem maximalen Return of Ad Spend.

Die Experimentier-Phase: Vorne ist dort, wo sich keiner auskennt
Niemand weiss beim AdWords-Einsatz im Voraus, was wie gut funktionieren wird. Wer Gegenteiliges behauptet, ist nicht ernst zu nehmen. Die Herausforderung und Aufgabe besteht darin, möglichst schnell einen Fuss auf die Erde zu bekommen – also erste messbare Teilerfolge zu erzielen, auf denen man aufbauen kann.

Welche Keywords, welche Headlines, welche Anzeigen-Aussagen, welche geografischen Ausrichtungen führen zu Klicks – und auch zu Verkäufen? Bedingt sich nicht zwingend – oft verkaufen Anzeigen besser, die weniger Leute zum Klicken bringen. Weil es die besseren, interessierten Besucherinnen und Besucher sind.

In der Experimentier-Phase teste ich unterschiedliche Ansätze aus. Die Amis nennen das unsentimental: “Throw shit on the wall and look what sticks”. Ich bin seit 1994 vollberuflicher Texter und nutze AdWords seit 2004 – und kann doch nicht mehr machen als ebendas. Wobei ich mittlerweile wahrscheinlich ein wenig gezielter werfe – und schneller erkenne, wo was haften bleibt…

Die Skalier-Phase: Achtung Flut
Beim Experimentieren stabilisieren sich die Resultate in der Regel irgendwann mal. Meist nach zwei bis drei Monaten. Es wird zunehmend klarer, was funktioniert und was nicht. Wo ich Geld verdienen kann und wo das nicht möglich sein wird. Die Verbesserungsschritte werden kleiner, die Klarheit grösser. Es treten Erkenntnismuster zutage, der anfängliche Nebel lichtet sich und die Konturen des Markts treten hervor.

Nun ist die Zeit gekommen, in die Skalier-Phase zu wechseln. Habe ich zuvor mit kleineren Tagesbudgets gearbeitet und mich in Teilmärkten bewegt, – also nicht alle Regionen und Interessengebiete angesteuert – drehe ich nun die Hahnen auf. Ich flute den Markt mit meinen AdWords-Anzeigen und versuche, ein Maximum an Interessenten anzusprechen und abzuholen.

Je gründlicher ich zuvor meine Hausaufgaben mache, umso besser wird das funktionieren. Umgekehrt gilt auch: Versäumnisse und Fehler zeigen sich nun und müssen behoben werden.

Aber aufgepasst: Hab auch schon erlebt, dass ich die Hahnen schnell wieder zurückdrehen musste. Weil meine Auftraggeber mit zu vielen Anfragen überschwemmt wurden…

Da capo al fine
Nur wer besser wird, bleibt gut. Stimmt auch bei AdWords. Nach der Skalier-Phase oder auch schon parallel zu ihr teste ich neue Ansätze aus, neue Funktionen, neue Aussagen. Auch treten immer mal wieder frische Mitbewerber in den Markt ein, die Stimmungslage verändert sich, die Technologien wandeln sich.

Und ich praktiziere “Housekeeping”, wie es Google-intern heisst. Sortiere schlechte Suchbegriffe aus, optimiere die Feineinstellungen, justiere die Kampagnen-Einstellungen, gebe Landeseiten-Empfehlungen ab. Sorge dafür, dass meine Kunden zuverlässig gefunden werden, wenn Interessenten nach Angeboten ihrer Art suchen.

Die AdWords-Betreuung ist eine Daueraufgabe. Wann ist Schluss? Nie. Mit den Worten von Adolf Muschg:

«Wo führt das hin?»

«Nirgendshin. Vorwärts. Das ist das Leben.»

«Die einen können davon leben. Aber die andern?»

«Die andern gibt es nicht. Der Jäger ist immer auch die Beute, der Verführer der Verführte.»

(Aus: Im Sommer des Hasen, Zürich/1990)

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