Unterbrechen Sie ihr Publikum noch oder nutzen Sie schon AdWords?

1. Oktober 2017

„Hören Sie auf die Leute bei dem zu unterbrechen, was sie interessiert – fangen Sie an selbst das zu sein, was sie interessiert“, meint TBWA-Vordenker Lee Clow – frei übersetzt aus dem Englischen.

Schöne Absicht, aber schwierig umzusetzen! Denn, erstens wollen viele Anbieter für das Publikum interessant sein. Und zweitens ist das verwöhnte Publikum an Topqualität gewöhnt und verschmäht, was nicht wirklich gut gedacht und gemacht ist.

Content Marketing beispielsweise ist also nicht immer die einzige oder beste Lösung, um den Krieg um die Augäpfel zu gewinnen. „Ich glaube, dass für Content-Friedhöfe noch mehr Geld verschwendet wird als für klassische Werbung, die nicht funktioniert“, resümiert Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom…

…da lob ich mir AdWords, Googles Werbeprogramm für bezahlte Suchtreffer. Bei diesem Lean-forward-Medium sind die Menschen aktiv auf der Suche nach Antworten – für die sie sich naturgemäss sehr interessieren. Die Aufmerksamkeit ist also schon da, ich muss sie lediglich abholen und gut bedienen. Ganz im Gegensatz zu Lean-back-Medien wie Facebook und Konsorten, wo die Leute sich berieseln lassen und Inhalte erst um Aufmerksamkeit buhlen müssen.

Ähnliches hat der Usability-Experte Jakob Nielsen beobachtet: „…readers have asked whether banner blindness extends to search engine ads. It doesn’t: text ads on a SERP get a decent number of fixations…Search engine ads work because search engines are the one type of website that people visit with the explicit goal of finding someplace else to go.

Thus, if users see an ad for what they’re looking for, there is a high probability that they’ll click that ad. Advertisers can satisfy a user’s immediate needs because they target ads based on the user’s query terms.“ Quellen: Banner Blindness: Old and New Findings und Will Plain-Text Ads Continue to Rule?

Und nein, auch Google AdWords ist nicht immer die einzige oder beste Lösung. Aber öfter, als man meinen könnte.

Foto designed by Yanalya/Freepik


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