Bye bye Publicitas, hello Google

persoenlich.ch berichtet: “Online-Werbung legt zu und macht laut der Studie Werbestatistik Schweiz (2017) erstmals den grössten Anteil am Werbemarkt aus. Derweil gehen die Werbeumsätze von Zeitungen und Magazinen weiter stark zurück.”

  • Gesamtwerbevolumen CH 2017: 6.389 Milliarden Franken
  • Onlinewerbung: 2.1 Milliarden Franken
  • Davon Suchmaschinenwerbung: 1.418 Milliarden Franken (dürfte fast alles AdWords sein, Marktanteil Google in CH 2017: 93+%)…

…die Schweizer Unternehmen überweisen rund zwei Drittel ihrer Online-Werbebudgets an die Monopolkapitalisten nach Mountain View bzw. mehr als einen Viertel der Werbebudgets überhaupt.

Das gibt einem natürlich schon zu denken. Ich bin wie immer pragmatisch und sage mir: Qualität setzt sich durch. Ich bin 2004 bei AdWords eingestiegen – um diese Zeit herum öffnete sich AdWords für den Massenmarkt -, weil schon damals zu erkennen war, es handelt sich um eine überlegene Werbeform, in verschiedener Hinsicht und für verschiedene Anwendungszwecke.

1.418 Milliarden Franken, das ist eine unglaubliche Summe. Wobei, in der Schweiz gibt es rund 500’000 Unternehmen, macht umgerechnet theoretische CHF 2800 pro Unternehmen und Jahr. Relativiert sich dann schon.

Zur Quelle der hier zitierten Verlautbarungen und zur Originalquelle (es handelt sich um “Expertenschätzungen und Hochrechnungen”).

Comments

  • babbo

    June 1, 2018 at 6:59 am

    …mich ärgert die Werbung auf dfs 1, einem halbstaatlichen Fernsehsender, während ich die meistens weniger agressive und jeweils viel kürzere Werbesendung auf dfs 2 mit den ruhigen fliegenden Figuren angenehm finde. Ob mein Alter dafür verantwortlich ist?

    Wie viel alte Werbekonsumenten gibt es, und welchen Anteil am Gesamtheit der Konsumation verbrauchen diese? Würde sich also eine an Alten gezielte Werbung lohnen?

  • Aurel Gergey

    June 1, 2018 at 9:21 am

    Man muss unterscheiden zwischen Reklame und Werbung:-) Reklame ist das, was nervt – Werbung, das was interessiert.

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