Das Mai-Zitat entstand vor 10 Jahren

“Du bezahlst nicht die 10 Minuten, die ich brauche. Du bezahlst für die 10 Jahre, die ich gebraucht habe, um das hier in 10 Minuten zu machen.” – diesen schönen Gedankengang hat Haeme Ulrich hingesenft, im Publishingblog.

Und weiter: “Publishing ist IT und IT ist Wissensarbeit…Im Publishing verkaufen wir die Dienstleistung. Dienstleistung ist: Kunde ganzheitlich verstehen, optimale Lösung suchen (Wissensarbeit!!), Lösung testen (Prototyp), erfolgreiches Produkt produzieren. Und zwar vom Flyer bis zur hochkomplexen Website.

Die Stationen bleiben, der Weg zum Ziel ist je nach Produkt länger oder kürzer. Kunden bezahlen primär für den Weg zum erfolgreichen Produkt, nicht fürs Produkt selber.”

Den ganzen Artikel gibt’s hier.

Hame sagt: Er brauchte 10 Jahre. Andere sagen, es braucht 10’000 Stunden, um gut zu werden. Ich hab’ s für mich mal ausgerechnet: Bin seit 2004 als Texter tätig, bei vorsichtig geschätzten 3 Stunden Texten täglich ergibt das 3h/Tag X 200 Arbeitstage/Jahr X 22 Jahre = 13’200h. Uff:-)


 

Comments

  • Urs Ritter

    May 1, 2017 at 12:32 pm

    Salü Aurel

    Gelungene und beeindruckende Aussage. Man kann diese Rechnung auch auf viele andere Dienstleistungen übertragen, bzw. anpassen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Urs Ritter, Zürich

  • Nic Baschung

    May 1, 2017 at 1:26 pm

    Balsam auf die Wunde der waidwunden Texterportmonees, lieber Aurel.
    Beste Grüsse

    -,^^;< Nic Baschung, Cham

  • babbo

    May 1, 2017 at 2:34 pm

    …ich habe meine Bewertung direkt an Haeme mit 84 (max. möglich) geschickt. Somit kann ich hier leider nichts mehr beifügen.

    freundlich grüsst

    babbo

  • daniel mayer

    May 1, 2017 at 2:58 pm

    …was ähnliches soll Picasso auch gesagt haben auf die Frage warum der ‘Strich’ auf der Leinwand so viel kostet.

  • Konstantin Dedreux

    May 2, 2017 at 12:00 pm

    für die Entwicklung meiner beruflichen Kompetenz sind nicht meine Kunden verantwortlich, finde ich. Also werde ich sie auch nicht dafür zahlen lassen. Das Zitat entspricht meiner Meinung nach einer Künstler-Attitüde, ich betrachte mich als Dienstleister.

  • Aurel Gergey

    May 2, 2017 at 12:07 pm

    …danke für die Replik.

    Vorab das: Ich wähle Zitate aus, die mich interessieren – heisst nicht, ich stimme mit dem Gesagten überein, in jedem Falle und vollumfänglich:-)

    Hier: Mir gefällt an Haemes Aussage, dass er seine Leistungen in Bezug setzt zum Aufwand, der erforderlich ist/war zu ihrer Vollbringung.

    Letztlich ist es Kunden jedoch egal und darf es ihnen egal sein, wie Dienstleister sich befähigen, ihre Dienste zu leisten; richtig. Es zählt nur die Leistung an sich – und was sie Wert ist, an Wert schöpft.

    Hames rhetorisch geschärfter Gedankengang kann jedoch mithelfen, eben diesen Wert klarer darzustellen/zu erklären – darin liegt der Wert seines Spruchs, meiner Meinung nach.

  • Jens J. Korff

    May 2, 2017 at 3:42 pm

    Eine interessante Kontroverse! Ich denke: Der Kunde ist zwar nicht verantwortlich dafür, wie der Wert einer Dienstleistung entstanden ist, aber er muss diesen Wert bezahlen. In den Wert einer Ware geht auch der Aufwand ein, der nötig war, um sie zu erzeugen – in diesem Fall die Lernzeit des Dienstleisters.

  • Aurel Gergey

    May 4, 2017 at 9:44 am

    Schön zusammengefasst:-)

  • Peter Brunner

    May 5, 2017 at 12:50 am

    “Die besten Ideen kommen immer drei Minuten zu spät oder hundert Jahre zu früh.”
    (Nicolai Hartmann 1882-1950)

    Ganz herzlich
    Peter Brunner
    Kulturjournalist, Baden

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